1. Zielsetzungen

Die Hausaufgabenförderung gibt Kindern und Jugendlichen Gelegenheit

  • ihre Hausaufgaben zu bearbeiten, vor allem wenn elterliche Hilfe nicht möglich ist
  • nicht verstandene Lerninhalte durch individuelle Hilfestellung zu klären und richtig anzuwenden in alters- und gruppengemäßen Beschäftigungen ihre sprachlichen und sozialen Fähigkeiten zu verbessern; insbesondere im Umgang mit anderen Kindern Kontakte zu knüpfen (= interkulturelle Kompetenz erwerben)
  • durch vielfältige Hilfestellungen den schwierigen Prozeß der Integration erfolgreich zu bewältigen.

Wichtige Merkmale der Förderung sind:

  • die Freiwilligkeit der Teilnahme
  • die Orientierung an dem Leistungsvermögen der Kinder/Jugendlichen und an der jeweiligen Lebenssituation
  • die Individualisierung des pädagogischen und didaktischen Angebots
  • der Erlebnischarakter der Beschäftigungen
  • die sprachliche und soziale Ausrichtung 



2. Zusammenarbeit mit Eltern, Schule und anderen Institutionen

  • Zur Verwirklichung obiger Zielsetzungen ist es wichtig, Verbindung zu den Eltern der Kinder  und Jugendlichen aufzunehmen, um diese mit der Hausaufgabenförderung und ihren Zielen vertraut zu machen. Es ist aber auch umgekehrt notwendig für die Mitarbeiter*innen, den familiären Hintergrund der Schüler*innen kennenzulernen.
  • Die Vernetzung mit anderen sozialen Einrichtungen (psychologische Beratungsstelle, ASD...) ist notwendig, um den jeweiligen Schüler*innen oder der Familie bei besonderen Problemen behilflich sein zu können.
  • Der gute Kontakt zwischen den Schulen und den Hausaufgabenförderungsgruppen ist eine notwendige Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Arbeit.
  • Der regelmäßige Austausch zwischen Lehrer*innen, Rektor*innen und Hausaufgabenförderungs- Mitarbeiter*innen ist dringend erforderlich, um möglichst kurze Wege bei der Klärung von Fragen und Problemen (z. B. welche Hausaufgaben, welche Lernprobleme, Rechtschreibreform, Frühwarnsystem...) zu gehen.
  • Die Schule sollte immer wieder auf die vorhandene Hausaufgabenfördeungsgruppe hinweisen.
  • Die Lehrer*innen wissen am besten, wer diese Gruppe braucht.
  • Durch die Zusammenarbeit von Schule und Hausaufgabenförderung kann besser auf die speziellen Defizite und Lernprobleme der Schüler*innen eingegangen werden. Z. B. können auch durch Exkursionen, Verkehrsübungen etc. Lerninhalte aufgegriffen und intensiviert werden.
  • Bei besonderen schulischen und außerschulischen Veranstaltungen sind gegenseitige Absprachen bis zur konkreten Zusammenarbeit vorteilhaft, z. B. bei Lehrgängen, Schulfesten, Projekttagen, Lehrerkonferenzen.